Chronos Samstag, 24. November 2018 von Chronos

Brauchen Magier Hilfsmittel?

Falsche Vorstellungen von der Magie

Kürzlich wurde ich sowohl per Mail als auch auf Facebook scharf attackiert: Wie könnte ich es wagen, die Verwendung von Hilfsmitteln in der Magie in Frage zu stellen. In allen Orden würden sie verwendet und in der magischen Literatur würden sie eine wichtige Rolle spielen. Überhaupt würde Magie ohne Hilfsmittel nicht funktionieren.

Magische Hilfsmittel sind zu Beginn Deiner Ausbildung wertvoll

Zu meiner Ehrenrettung: Niemals habe ich - auch nicht in meinem neuen magischen Arbeitsbuch "Aus der Stille zum Erfolg" - den Wert von Hilfsmitteln in der praktischen Magie angezweifelt. Wohl habe ich ihre Effektivität relativiert. Man sollte halt gründlicher lesen, wenn man Äußerungen eines Autors öffentlich kritisiert, noch dazu nicht korrekt. Meine Meinung habe ich bereits mehrfach begründet. Und so heißt es in meinem Lehrwerk zur Erfolgs-Magie:

Magische Hilfsmittel sind besonders in der Anfangs- und Lernphase hilfreich. Der fortgeschrittene Magier verwendet sie seltener und oft auch dann nur aus dem einen Grund, weil er sich an deren Gebrauch gewöhnt hat. Alles, was wir an Gerätschaften brauchen, sind unsere ausgebildeten Fähigkeiten. Und diese tragen wir in uns. Das hat eine Menge Vorteile: sie können nicht verloren gehen, sie stehen uns an jedem beliebigen Ort und zu jeder beliebigen Zeit zur Verfügung, wir können ihren Gebrauch nach Belieben perfektionieren.

Aber es würde etwas Wichtiges fehlen, wenn wir über Magie sprechen und die „Gebrauchsanweisung“ für den Zauberstab unterschlagen. Wir wollen zwar im Rahmen dieser Lektionen im Wesentlichen auf magische Rituale verzichten, aber grundlegende Anweisungen zur durchaus effektiven Verwendung magischer Werkzeuge dürfen nicht fehlen. Wir beschränken uns dabei auf den Einsatz von Stab, Kelch, Schwert und Scheibe, also auf die klassischen Symbole schlechthin. Was den Wert der Benutzung dieser Werkzeuge gerade für den Anfänger darstellen kann, liegt auf der Hand. Sie erleichtert das analoge Denken, also das Denken in Symbolen und Entsprechungen, das besonders im Anfangsstadium des magischen Studiums eine enorme Erleichterung sein kann. Zudem sind diese Werkzeuge eine wertvolle Unterstützung für denjenigen Magie-Schüler, der Schwierigkeiten im bloßen Visualisieren hat. Der mehr haptisch Begabte nimmt diese Hilfsmittel dankbar an und erzielt mit ihnen ähnliche Erfolge. Mit der „Magie der leeren Hand“ können gerade im Anfangsstadium die meisten Magie-Schüler nur wenig anfangen. Mit einem magischen Stab in der Hand ist es eben wesentlich plausibler und in der Vorstellung überzeugender, meinen zielgerichteten Willen auf ein Objekt oder einen Menschen zu übertragen, als mit dem bloßen Zeigefinger. Und real sichtbares Wasser in einem magischen Kelch ist in der Vorstellung eben besser geeignet zur Aufnahme von Wünschen, Absichten oder Zielvorstellungen als der lediglich visualisierte Kelch.

Denjenigen Lesern, die mein Buch noch nicht kennen, werde ich in einem meiner Folgebeiträge zusätzliche Informationen über den Gebrauch von magischen Hilfsmitteln geben. Ich mache das auch aus dem Grund, weil ich dadurch auf Textstellen verweisen kann, ohne ermüdend herumargumentieren zu müssen. Zum anderen soll der Magie-Anfänger, der Neophyt, einschätzen lernen, dass die Verwendung magischer Hilfsmittel durchaus Vorteile haben kann.

Meine Familie wächst zusehends

Nachdem die Hündin Mary in die ewigen Hundegründe eingegangen war, übernahm Sissi (im Bild auf der Seiser Alm vor dem Schlern) den frei gewordenen Platz und feiert mittlerweile zum fünften Mal Weihnachten im Kreise unserer tierliebenden Familie.

Die ersten Weihnachten bei uns Katerchen "Snowflake" (Rufnahe "Snowy"). Ohne ihn geht nichts mehr und er steht unter dem persönlichen Schutz des Hausherrn. Snowy hat den letzten Winter bei Minus 22 Grad im Freien überlebt. Er näherte sich - nachdem er von einem "Christenmenschen" und fleißigen Kirchgänger in der Nachbarschaft halb totgeschlagen wurde, sich mit einer gebrochenen Hüfte alleine durchschlagen und ernähren musste - zögernd und menschenscheu geworden - unserem Anwesen. Nach etwa einem halben Jahr hatten wir ihn endlich so weit, dass er halbverhungert Nahrung von uns annehmen konnte. Er gewann Vertrauen und ist mittlerweile aus dem Familienkreis nicht mehr wegzudenken. Snowy entfernt sich nie weiter als 50 Meter vom Haus und achtet peinlich genau auf seine Essenszeiten. Der liebste Kater der Welt. Seinem Peiniger wünsche ich, dasselbe durchmachen zu müssen, nicht mehr, aber auch nicht weniger. Sollten für mich durch diesen Wunsch persönlich negative Folgen entstehen, würde ich diese in Kauf nehmen.

Und nun auch noch Sir Finley, ein Zwergspitz-Rüde von äußerst liebenswertem Charakter. Seine Vorbesitzer (Amerikaner) verbrachte ihn ins Tierheim und holte ihn nicht mehr ab. Im Stich gelassen! Bei einem unserer letzten Besuche verliebte sich meine Tochter in den Beller und nun feiert er mit uns Christmas. Weihnachten kennt er noch nicht, weil er immer noch kein Deutsch spricht. Aber wir sind gottseidank des Englischen mächtig und so verstehen wir uns prächtig.

Magische Hilfsmittel • 12.12.2018

Wozu magische Hilfsmittel?

Die magischen Hilfsmittel sind nichts anderes als Verstärker von Impulsen, also Emanationen der Kraft und des Willens, ausgehend von einer Willens- bzw. Kraftquelle. Ich beschränke mich zunächst auf die klassischen Elemente-Symbole, Stab (Element Feuer), Kelch (Element Wasser), Schwert (Element Luft) und Scheibe oder Pentakel (Element Erde).

Die magischen Werkzeuge können Speichermedien sein, sie können Übermittler oder Transportmittel sein, sie können Verstärker sein oder als ihr Gegenspieler, als Begrenzer und Entschleuniger eingesetzt werden. Meine magische Absicht ist ausschlaggebend bei der Auswahl meines Werkzeugs. Und die Formulierung der Absicht führt mich automatisch zur Frage: Welche Elemente-Qualität kann mir bei der Verwirklichung der Absicht behilflich sein? Ich würde zum Beispiel keinen Kelch verwenden, wenn ich ein Projekt voranbringen möchte, das meinen ganzen Einsatz an Willenskraft und Energie erfordert. Dafür wäre der Stab zielführender. Und wenn eine harte Entscheidung zu treffen ist, die für manche Betroffene mit schmerzlichen Konsequenzen verbunden wäre und die mich ihre Sympathien kosten würden, käme das magische Schwert zum Einsatz.

Die genannten Elemente haben natürlich nichts zu tun mit den Elementen, wie wir sie im Physik- und Chemieunterricht kennenlernen durften. Ursprünglich wurden sie von der vorsokratischen Philosophie der griechischen Antike verwendet als die vier Uressenzen, aus denen jegliche Materie besteht. Sie sind vielmehr Symbole für die wahrgenommene Qualität aller Phänomene der physisch-materiellen Sphäre. Und in der Tat lässt sich alles, was auf der menschlichen Ebene geschieht – und schließlich ist nur das für uns von Interesse – der Qualität eines der vier Elemente zuordnen. Nicht immer eindeutig, manchmal auch in vermischter Form, aber nichts passiert außerhalb dieses Elemente-Schemas. Stehe ich zum Beispiel vor einer Prüfung, dann sind die Qualitäten Wille, Zielorientierung, Ehrgeiz und Organisation gefragt und damit die Werkzeuge Stab und Scheibe. In Herzensangelegenheiten kommt es oft auf die Qualitäten Einfühlungsvermögen und Mut an, wodurch der Einsatz von Kelch und Stab Sinn machen würde. Oder nehmen wir einen Rechtsstreit an, in dessen Verlauf sich gegenseitig aufschaukelnde Emotionen nicht als deeskalierend erwiesen haben. Hier würden zusätzlich zur Qualität der Selbstbehauptung Sachlichkeit und Logik zur Entscheidungsfindung beitragen, also käme der Einsatz des Stabs und im Extremfall des Schwertes in Betracht.

Akasha - das fünfte Element?

Die Einordnung der Dinge und Phänomene unserer Alltagswelt in eine Elemente-Qualität geht so weit, dass man sogar Farben den Elementen zuordnet, dass man Steine, Edelsteine und Halbedelsteine zuordnet, dass man menschliche Grundcharaktere zuordnet, dass man Pflanzen zuordnet und was sonst noch alles. Wer mit Magie arbeitet, kann davon nur wenig Gebrauch machen. Den menschlichen Klassifizierungs-Hype müssen wir nicht mitmachen, denn es geht in diesem Lehrgang um die Ganzheit. Der Blick auf das Detail, also das Trennende, ist nur dann sinnvoll, wenn es dem Verständnis für das Ganze dient.

Neben diesen vier Elementen wird von der Existenz eines fünften Elements ausgegangen, dem Akasha. Der Begriff aus dem Sanskrit bedeutet so viel wie Äther, Raum oder auch Himmel. Der Anthropologe Rudolf Steiner versuchte eine allgemeinverständliche Beschreibung: „Der Akasha-Stoff steht zwischen der physischen und astralen Materie. Er ist die feinste physische Materie, die allerfeinste Materie, in welcher der Gedanke sich unmittelbar ausprägen kann."1 Akasha wird auch als Urmaterie bezeichnet, aus der im Laufe der Geschichte des Universums alle anderen materiellen Substanzen hervorgingen und auch wieder zurückkehren. So Steiner: „Die ganze Erde war früher in einem viel feineren, dünneren ätherischen Zustande da. Akasha ist die feinste Form, in der vor Urzeiten sich alles im Ätherzustand befand, was jetzt als Festes, Flüssiges und so weiter auf der Erde uns entgegentritt. Der feste Granit unserer Urgebirge, alle Metalle, alle Salze, alle Kalkarten, alles was heute auf unserer Erde ist - auch alle pflanzlichen und tierischen Formen -, waren damals vorhanden in diesem feinen Akasha. Akasha ist die feinste Form der Materie.“2 Die Annahme der Existenz von vier plus eins Elementen kommt zum Ausdruck im Symbol des Pentagramms, allerdings in der Ausrichtung mit der Spitze nach oben.

Wir sind alle Magier, der eine mehr, der andere weniger

Chronos Donnerstag, 7. März 2019 von Chronos

Es ist an der Zeit, mit falschen Vorstellungen über Magie aufzuräumen

Die Kunst der Magie wird auch in unseren Tagen noch in eine Ecke gestellt, die sie eigentlich nicht verdient hat. Die Ursachen sind vielfältiger Natur und sollen hier nicht zur Debatte stehen. Geheimnisumwittert war sie schon immer und die Darstellung in diversen Kinoproduktionen trug das ihre dazu bei. Nicht wenige sogenannte Magier - man wird im Internet schnell fündig - umgeben sich mit einer Aura des Übernatürlichen, der alle Kräfte zu bannen und zu beherrschen in der Lage ist. Meine letzte Recherche im Netz führte mich auf eine Seite, die den in einen langen dunklen Mantel gehüllten und in eine Kristallkugel starrenden Magier zeigt, in bedeutsamer Pose mit ausgestreckten Händen, das Haupt mit einer Kapuze bedeckt. Der Raum spärlich beleuchtet von einer flackernden Kerzenflamme und ausgestattet mit magischen Symbolen. Äußerst beeindruckend! Allerdings nur für den Laien!

Der Eingeweihte durchschaut die Inszenierung und weiß Bescheid. Gut, die Kristallkugel wird als Hilfsmittel zur Konzentration gerne und auch zweckdienlich verwendet, besonders vom Neophyten (= Magielehrjunge/mädchen), der noch nicht gelernt hat, sich in seiner Arbeitsweise von Symbolen und Entsprechungen unabhängig zu machen. Der fortgeschrittene Magier bedient sich zum überwiegenden Teil seiner mentalen Möglichkeiten: unbeugsamer Wille, ausgebildete Imaginationsfähigkeit, unerschütterlicher Glaube an die Wirksamkeit seines Tuns und schließlich die perfektionierte Kunst der Sammlung, Kondensierung, Speicherung und Anwendung von Kräften, die uns alle und permanent umgeben. Bevor magische Erfolge gelingen, hat sich der Lernende einer gewissen strengen Disziplin zu unterwerfen. Es handelt sich dabei um eine harte Selbsterziehung, die keine Trägheiten oder Schlampereien des Denkens erlaubt. So muss der Magier in der Definition seiner Ziele absolut exakt vorgehen. Zwei- oder Mehrdeutigkeiten bergen das Risiko des Scheiterns. Das kann gelernt werden und ist zum einen Übungssache. Zum anderen liegt es häufig an einer Schwachstelle in der Persönlichkeit des Magiers, wenn magische Aktionen scheitern oder gar ein gegensätzliches Ergebnis bewirken. Zur gründlichen Vorbereitung gibt es keine Alternative. Die Kausalkette von der magischen Ursache zur magischen Wirkung ist - wie es in der Fachsprache heißt - einspitzig. Was der Magier erreichen will, muss also vorher absolut zweifelsfrei und eindeutig definiert sein.

Nehmen wir an, ein Magier setzt sich das Ziel, erfolgreich zu sein. Damit können die herbeigerufenen Kräfte beim besten Willen nichts anfangen. Einem derart oberflächlich und nebelhaft definiertem Ziel fehlt die Exaktheit, die es den umgebenden und die Verwirklichung des Wunsches fördernden Einflüssen nicht ermöglichen kann, der Zielsetzung die Manifestierung folgen zu lassen. Erfolg auf welchem Gebiet? Wie soll der Erfolg aussehen? In welcher Weise ist meine Persönlichkeit davon betroffen? Habe ich innere Erfolgsbilder projiziert, die es den Kraftfeldern ermöglicht, alle Einflüsse in die zielführende Richtung zu fokussieren?

Nun gibt es in der Tat Begabte - sie finden oft als Genies ihren Platz in der Menschheitsgeschichte - die von Magie noch nie etwas gehört haben und nie mit magischen Praktiken in Berührung kamen. Trotzdem bringen sie erstaunliche Leistungen zuwege, die den weniger Begabten an höhere Mächte glauben lassen. Entweder sind sie von einem äußerst starken Willen angetrieben oder sie besitzen die Fähigkeit der realitätsnahen, plastischen Vorstellung oder sie sind mit einem bewundernswerten Selbstwertgefühl ausgestattet, das einen Zweifel am Gelingen gar nicht erst aufkommen lässt.

Magie ist im Grunde nichts anderes als erfolgreiche und bewusste Realitätssteuerung, mit welchen Mitteln auch immer. So erbringen Künstler, Handwerker, gelegentlich auch Politiker, Wissenschaftler, Mediziner Leistungen, die oft ans Magische grenzen. Ohne es zu wissen, setzen sie Prozesse in Gang, die es ihren Absichten ermöglichen, sich zu verwirklichen. Sie arbeiten im besten Sinn des Wortes "magisch".

Der magisch Geschulte macht nichts anderes. Er/Sie verwendet die bewährten Mittel seiner Kunst allerdings bewusst und in zuverlässiger Prozessqualität, ohne an Bedingungen wie Raum/Ort und Zeit gebunden zu sein. Seine Fähigkeiten stehen ihm zur Verfügung, wenn er sie braucht.

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